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Rezension zu Blutfelsen

Blutfelsen

Autor: Ju Honisch

Seiten: 784

Verlag: Knaur TB

Klappentext:

Gegen jede Wahrscheinlichkeit gelangt Deruonn in den schwer zugänglichen Talkessel, in dem die Geheime Bibliothek Reyalun liegt, abgeschottet und verborgen vor der Welt. Nur einem einzigen Zweck gewidmet: alles Wissen zu bewahren, das im ewigen Krieg draußen verloren geht. Die junge Archivarin Shernay weiß, welches Schicksal einem Eindringling widerfährt, und gegen jede Vernunft beschließt sie, Deruonn zu retten. Als ihr Verstoß gegen das eherne Gesetz der Bibliothek entdeckt wird, bleibt Shernay keine Wahl, als mit dem faszinierenden Fremden zu fliehen. Die Welt außerhalb Reyaluns ist jedoch unberechenbar und brutal.
Das Wissen in Shernays Kopf wird zur Ware und zu der Waffe, die jeder Seite den Sieg bringen könnte …

Meine Meinung:

Wir lernen zu Beginn die einzelnen Protagonisten in ihrer eigenen Geschichte kennen. Unter anderem die tapfere Shernay, die mit ihrem Leben in einem verborgenen Tal nicht zu Frieden ist und am liebsten immer mehr Wissen anhäufen würde. Auch dem mutigen Gemryn mit Deruonn begegnen ziemlich früh. Daneben gibt es noch viele weitere Charaktere, welche alle ihre eigenen Kapitel haben und wir so nach und nach mehr über jeden einzelnen erfahren. Je weiter man ließt, desto mehr wird einem bewusst, dass auch die unterschiedlichsten Leben alle zusammenspielen zu einem großen Ganzen…

Die Aufteilung des Buches ist meiner Meinung nach gut gestaltet, allerdings war es nicht immer direkt von Anfang eines Kapitels an klar, wessen Geschichte man nun gerade weiterließt, was mich manchmal etwas stark grübeln ließ.

Die ganze Handlung ist wundervoll aufgebaut, denn Ju Honisch schafft es, den Leser nach und nach die Geheimnisse der Klingenwelt ergründen zu lassen ohne dabei zu viel auf einmal preis zu geben. Ich konnte mir anfangs nicht vorstellen, wie die ganzen verschiedenen Charaktere zusammenhängen und so hat mich die Autorin an die Geschichte gefesselt.

Die Ausarbeitung der einzelnen Charaktere hat mir ebenfalls gut gefallen. Ju Honisch hat sich die nötige Zeit gelassen, um jeder Person in ihrer Geschichte ein ganz individuelles Wesen zu schaffen und so dass Buch lebendiger wirken zu lassen. Teilweise jedoch verliert sich die Autorin in zu detaillierte Beschreibungen der Umgebung, was mir persönlich etwas langatmig vorkam.

Das Ende hat mir richtig gut gefallen! Der Leser weiß nun, sie die einzelnen Schicksale miteinander verwoben waren und was es mit dem Lauernden auf sich hat. So istunsere Handlung an sich abgeschlossen und doch dürfen wir uns bestimmt auf ein weiteres Abenteuer in der Klingenwelt freuen <3

Schreibstil:

Der Schreibstil von Ju Honisch ist sehr detailliert und beschreibend. Die Autorin erzählt dem Leser von jedem kleinen Detail, allerdings ist das meiste für diese Geschichte auch wirklich passend und mehr oder weniger wichtig. So entsteht insgesamt ein schönes Lesevergnügen mit ein paar langatmigen Szenen, welche aber sofort danach von viel Spannung abgelöst werden.

Cover:

Das Cover finde ich persönlich sehr passend, denn es zeigt einerseits die Verbindung zum ersten Teil aufzeigt, andererseits aber auch alleine stehen kann und der Geschichte ein eigenes Bild gibt.

Fazit:

Insgesamt ist das Buch eine spannende Reise in eine Welt voller Menschen, welche Macht für das höchste gut und ihre Geschichte für Legenden hält. Es ist ein packendes Abenteuer, welches aus vielen Sichtweisen erzählt ist und doch handelt es sich um die gleiche Geschichte.

Blutfelsen
Die Geheimnisse der Klingenwelt
Ju Honisch
Knaur TB
784

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