Rezensionen

Rezension zu Das Lied des Eisdrachen

Das Lied des Eisdrachen

Autor: George R. R. Martin

Seiten: 118

Verlag: cbj

Klappentext:

Adara ist ein Winterkind, geboren in der eisigsten Nacht seit Menschengedenken. Und Adara ist anders: Sie liebt die Kälte, das Eis, die Stille. Ihr einziger Freund ist ein kristallblauer Drache, der sie winters besucht. Als eines Tages feindliche Drachenkämpfer Adaras Heimat bedrohen, ist es die Freundschaft zwischen Winterkind und Eisdrachen, die das Leben ihrer Familie rettet …

Meine Meinung:

Diese Geschichte handelt von der kleinen Adara, welche kein normales Kind ist, denn sie fühlt sich wohl im Winter. Die Kälte, die alle anderen frieren lässt, stört sie nicht und auch Reden und Lachen ist nicht gerade ihre Stärke. Doch die alten Legenden der Eisdrachen faszinieren sie mehr als alles andere und das, obwohl sonst niemand mehr daran glaubt…

Adara ist ein sehr spezieller Charakter, der am meisten durch ihre Andersartigkeiten geprägt wird. Sie ist zurückgezogen und das bereits in ihrem jungen Leben. Und doch – oder vielleicht gerade deswegen – ist es ihre Bestimmung die Protagonistin in dieser  märchenhaften Geschichte zu sein.

In diesem Buch beschäftigt sich der Autor mal wieder mit Drachen, doch diesmal geht es dabei neben den üblichen feuerspuckenden Drachen auch um die Legende des Eisdrachen, der nur erscheint, wenn der Winter besonders kalt und streng wird – oder reagiert der Winter so auf den Eisdrachen? Gleichzeitig herrscht Krieg mit einem anderen Land, doch das interessiert unsere junge Helden nicht, denn wieso sollte sie sich mit Krieg befassen, wenn sie sich heimlich mit ihrem Eisdrachen treffen kann? Dennoch holt der Krieg auch die langsam ein und sie muss sich endgültig entscheiden – geht sie mit ihrem Drachen oder rettet sie ihre Familie?

Das Ende hat mir sehr gut gefallen, denn erhältlich an die ursprünglichen Märchen erinnert und auch insgesamt habe ich mich wieder ein bisschen wie ein Kind gefühlt, welches die Märchensammlung mit erstaunten und erfreuten Augen durchließt <3

Schreibstil:

Der Schreibstil von George R. R. Martin gefällt mir ebenfalls sehr gut, denn er beschreibt alles Notwendige mit einer distanzierten Detailliebe (ja ich weiß, das klingt im ersten Moment merkwürdig, aber falls jemand schon andere Bücher von ihm gelesen hat, weiß man was ich damit meine :D) und hält sich trotzdem nicht an unnötigen Beschreibungen auf. Dadurch konnte ich flüssig lesen und wurde nicht im Lese-Flow gestört 😀

Cover:

Das Cover ist wie ein Wintermärchen gestaltet und gefällt mir unglaublich gut <3 Allerdings gibt es etwas, was mir noch viel mehr gefallen hat: die Illustrationen im inneren des Buches! Diese sind einfach zauberhaft und passen wirklich perfekt zur Geschichte. Außerdem begleiten sie den Leser von der ersten bis zur letzten Seite, denn auf fast jeder Seite gibt es eine Abbildung zu bestaunen <3

Fazit:

Insgesamt finde ich dieses kleine Buch wirklich schön, denn es ist sowohl ein Märchen als auch ein fantastischer Ausflug in eine Welt, in der Drachen und Eisdrachen existieren – obwohl die Menschen sie auch gegeneinander missbrauchen.

Das Lied des Eisdrachen
George R. R. Martin
cbj
118

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.