Rezensionen

Rezension zu Das Schwein

Das Schwein – Achtung ab 18!

Autor: Edward Lee

Seiten: 153

Verlag: Festa Verlag (Festa Extrem)

Klappentext:

Man nehme:
– einen skrupellosen Pornoproduzenten
– ein auf Perversitäten spezialisiertes Studio mitten in der Einöde
– zwei abgefuckte, drogenabhängige Prostituierte
– dumme, aber liebenswerte Hinterwäldler
– einen naiven Filmstudenten aus der Großstadt
– eine sexsüchtige Sektenbraut
– einen allzeit willigen Schäferhund
– ein Hausschwein mit besonderen Talenten

Und fertig ist die größte literarische Sauerei des Jahrhunderts

Meine Meinung:

Die Geschichte, die in diesem Buch erzählt wird handelt von Leonard. Es ist aus seiner Sicht geschrieben und so erzählt uns der Protagonist von seinem verstrickten Ereignissen, welche da hin gebracht haben, wo er nun ist. Abwechselnd erzählt Leonard von der Gegenwart und der Vergangenheit, damit der Leser ein  möglichst umfassendes Bild seiner Lage bekommt.

Während der gesamten Handlung merkt man deutlich, wie sich die Hauptfigur verändert und immer abgestumpfter wird. Dennoch behält er seinen Traum immer im Blick und hofft immer noch darauf diesem ganzen Wahnsinn irgendwann entfliehen zu können.

Ich fand diese Geschichte wirklich teilweise abartig und doch wollte ich wissen, wie es weiter geht. Ich wollte den Sinn dieses Buches verstehen und habe auf den Plott gewartet und ich habe wirklich lange gewartet…

Die Geschichte selber war (bis auf die verschiedenen Abartigkeiten, welche Edward Lee wirklich genial beschreibt!) wirklich langatmig… Erst die letzten paar Seiten könnten mich richtig vom Hocker hauen, denn mit so einem Ende hätte ich im Leben nicht gerechnet!

Das Ende kam überraschend, weil es einfach eine unerwartete Wendung war, die mir teilweise den Mund vor Überraschung offen stehen ließ und teilweise müsste ich tatsächlich kichern (das vermutlich mehr, weil ich selber diese plötzliche Veränderung so verwirrend fand 😀 ).

Schreibstil:

Der Schreibstil von Edward Lee war für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig. Er schreibt sehr locker, sodass ich leicht lesen könnte, doch gerade zu Beginn des Buches hat der Protagonist dem Leser immer wieder Geschichten aus der Vergangenheit erzählt, was mich persönlich immer ein bisschen im Lesefluss gestört hat. Ich musste immer genau überlegen, ob wir jetzt gerade in der Gegenwart sind oder in einer der Flashbacks.

Cover:

Das Cover ist passend zur Geschichte: Abgefahren, freaky oder einfach abnormal. Ich denke, dass es zum Teil auch einfach mehr tiefe ausdrückt, als man zuerst denkt, denn ich habe es so interpretiert, dass der Mensch ziemlich schnell auch zum Schwein werden kann.

Fazit:

Insgesamt ist das Buch wirklich nichts für schwache Nerven! Es ist schließlich nicht umsonst in der Abteilung Festa – Extrem gelandet und erst ab 18 Jahren. Der Autor hat hier wirklich eine Mischung aus ekelhaft, abartig und faszinierend geschaffen und findet dann auch noch eine Möglichkeit ein wahrhaft unvorhergesehenes Ende zu erschaffen.

Das Schwein
Edward Lee
Festa Verlag
153

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