Rezensionen

Rezension zu Hannya – Im Bann der Dämonin

Hannya – Im Bann der Dämonin

Autor: Dieter R. Fuchs

Seiten: 302

Verlag: Schwarzer Drachen Verlag

Klappentext:

Die abenteuerliche Geschichte um eine geheimnisvolle Schnitzerei, ein Netsuke, lässt das alte Japan aufleben, so wie es wirklich war.
Während seines tausendjährigen Lebenslaufes geht das aus einem ganz besonderen Hirschgeweih geschnitzte Kleinod in vielerlei Gestalt durch unzählige Hände und die spannenden Geschehnisse um seine jeweiligen menschlichen Besitzer erzählen eindrucksvoll von den gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen, den Riten des uralten Shint -Kultes und dem Buddhismus.
Ob Regent, Samurai, Schamanin, Händler, Künstler oder Mönch, niemand konnte sich der Magie dieses Objekts entziehen. Auch jener alternde Mann in Nürnberg nicht, bei dem es schließlich in der Neuzeit landet, und der dessen Faszination genauso erliegt wie später die ihn betreuende Ärztin. Bis man sich von diesem Bann wieder befreien möchte …

Meine Meinung:

Mit diesem Buch hat der Autor ein ganz interessantes Werk geschaffen, denn er findet den japanischen Geschichtsunterricht mit einer spannenden Reise eines kleinen Gegenstandes durch viele Jahrhunderte und verschiedene Orte.
Wir lernen das so genannte Netsuke in den Händen eines älteren Herrn kennen, der davon unglaublich fasziniert ist. Nach und nach erfährt der Leser dann durch Rückblicke wie das Netsuke entstand und welche lange Reise es hinter sich hat. Dabei taucht der Leser ein ins alte Japan, in Traditionen, Bräuche und die politischen Ereignisse zur entsprechenden Zeit.

Die Geschichte an sich fand ich unglaublich spannend. Dieser kleine Gegenstand, der so viel erlebt hat und welche Bedeutung er für die eingeweihten Menschen besitzt, fasziniert mich, denn wer sagt, dass es nicht genau so gewesen sein könnte?

Die ganzen politischen Informationen während der Geschichte waren bis zu einem gewissen Grad hilfreich, für mich persönlich waren es aber leider zu viele… Ich bin immer wieder aus dem Lesefluss herausgekommen und brauchte wieder einen Moment um zurück zur aktuellen Handlung zu gelangen.

Ebenfalls gab es viele Fußnoten, die zu Beginn gewöhnungsbedürftig sind, aber da viele japanische Begriffe vorkommen, die eine Erklärung benötigen, sind sie zwar etwas störend aber notwendig.

Die Reise des Netsukes hat mir sehr gefallen, auch die einzelnen Zusammenhänge,die einem noch mal vor Augen führen wie klein unsere Welt eigentlich ist und wie sehrdoch alles irgendwie zusammenhängt.

Das Ende war ein passender Abschluss für dieses Buch, denn unsere gemeinsame Reise mit dem Netsuke hat ein Ende gefunden und doch geht die Reise für beide Seiten eigenständig weiter.

Schreibstil:

Der Schreibstil von Dieter R. Fuchs hat mir ganz gut gefallen, solange es sich um die Geschichte selbst handelte. Die ganzen notwendigen Zeitangaben und politischen Geschehnisse waren meiner Meinung nach leider etwas „too much“ und haben mich mancheSätze zwei mal lesen lassen.

Cover:

Das Cover ist ein kleiner Blickfänger mit dem Netsuke vorne drauf. Es ist etwas düsterer gehalten und ich finde, dass es so sehr gut zur Geschichte passt, denn das Netsuke hat auf seiner Reise auch viele düstere Abenteuer erlebt.

Fazit:

Insgesamt handelt es sich um eine interessante Reise in die japanische Vergangenheit mit einigen Abenteuern und doch  vielen Informationen Fakten.
Der Titel selber verspricht eher ein reines Fantasy-Abenteuer, daher nochmal mein Hinweis: Lest euch auch die Klappentexte durch! Ich wusste, worauf ich mich einlasse und muss sagen, dass es sehr interessant war, aber für mich persönlich waren es manchmal einfach zu viele Nebeninformationen auf einmal. Ansonsten lese ich gerne mehr von diesem Autor!

Hannya - Im Bann der Dämonin
Dieter R. Fuchs
Schwarzer Drachen Verlag
302

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