Rezensionen

Rezension zu Knochenjob

Knochenjob

Autor: Sarah Adler

Seiten: 267

Verlag: Drachenmondverlag

Klappentext: Drei wissenswerte Tatsachen:

1. Dies ist eine Geschichte über den Tod

2. Dies ist eine Geschichte über den Tod, der das Nasenbein gestrichen voll hat von rostigen Sensen und kratzigen Umhängen

3. Dies ist eine Geschichte über den Tod, die folgende Dinge beinhaltet:

Das Leben, Das Schicksal, Eine Reise zur Zeit, Den todesmutigen Versuch, ein paar Menschen zu retten und ein zufällig gelüftetes Geheimnis, das alles über den Haufen wirft.

Aber lest selbst.

Meine Meinung:

Ich war sehr gespannt auf diese Geschichte – man liest schließlich nicht alle Tage die Memoiren des Todes 😉 Vor allem konnte ich mir absolut nicht vorstellen, wie diese Geschichte verlaufen wird. Wird es eine Liebesgeschichte? Einfach eine Komödie? Eine Dokumentation (falls man diesen Begriff hier verwenden kann)? Oder etwa doch ein super spannender Thriller?

Und was war es nun?  Nichts von alledem! =D Ich würde es als lustigen Roman einordnen und damit ist er für einige spaßige und leichte Lesestunden wunderbar geeignet. Doch wer jetzt denkt, dass es einfach nur locker flockig geschrieben und eine kurzweilige Geschichte ist, der irrt sich gewaltig!

Ich persönlich finde, dass dieses Buch den Leser sehr zum Nachdenken anregt. Über die Menschen selbst, die verschiedenen Lebewesen, das Leben und den Tod, wie Karma, Schicksal und Glück uns ständig begleiten und auch wie lange die Erde bereits besteht. In dieser Erzählung spricht der Tod von seiner anstrengenden Arbeit und wie das Zusammenspiel der einzelnen „Angestellten“ vonstatten geht. Dabei versieht er alles mit vielen Anekdoten, welche er selber während seiner Existenz erlebt hat (manche sind zum Lachen, andere wiederum zum Kopfschütteln).

Das Ende ist kein klassisches „Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ (was bei einer Geschichte über den Tod wohl selbst erklärend sehr unpassend wäre). Dieses Ende ist einfach ein toller Abschluss für diesen faszinierenden Roman der etwas anderen Art.

Schreibstil:

Ich finde den Schreibstil von Sarah Adler wirklich gut! Ihre lockere Art alles aus Sicht des Todes zu beschreiben, mit spaßigen Anekdoten, interessanten Fakten und amüsanten (wenn auch manchmal flachen) Wortwitzen hat mir wirklich gefallen. Allerdings gibt es zwischen den einzelnen Abschnitten manchmal richtig weit auseinanderliegende Zeitsprünge – mal 4 Milliarden Jahre früher, dann 4 tausend Milliarden Jahre früher, dann nur noch vor 800 Jahren und dann wieder im Heute. Das hat mich teilweise sehr verwirrt und aus der Geschichte herausgerissen, denn ich brauche dann immer den ein oder anderen Moment um den entsprechenden Abschnitt in die Erzählungen einzuordnen.

Cover:

Dieses Cover ist sehr passend zur Geschichte gestaltet: Es zeigt den Tod in seiner wohl bekanntesten Darstellungsform, das Universum in welchem er arbeitet und verdeutlicht wie viel größer einfach alles ist als wir es uns vorstellen können <3

Fazit:

Insgesamt hat mir das Buch rund um den Tod als eigenständiges Wesen sehr gefallen, da es auch sehr zum Nachdenken anregt. Die verschiedenen Informationen und Sichtweisen sind unglaublich interessant und gemeinsam mit der tollen Schreibweise harmoniert das wirklich gut. Allerdings gibt es einen kleinen Abzug für die Zeitsprünge zwischen den Abschnitten, da diese mich wirklich manchmal herausgerissen haben und es etwas dauerte, bis ich mich in den entsprechenden Abschnitt eingelesen hatte.

Knochenjob
Sarah Adler
Drachenmondverlag
267

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